Während ich der Bedeutung dieses Spruchs intuitiv zustimme, kommt die Frage von meinem kritischen Verstand auf, wie das doch genauer zu verstehen ist. Die Folgefrage ist, wann bei mir in der Vergangenheit das Bedürfnis entstand, etwas mit meinen Mitmenschen teilen zu wollen? Es war zumindest immer dann der Fall, wenn ich mit positiven Gefühlen so stark geladen war, so dass es aus mir raus musste. Sei es eine neue Erkenntnis, sei es eine sehr bewegende Geschichte oder eine Nachricht. Auf jeden Fall etwas, was ich schön finde, was mich immer innerlich in Bewegung setzt, es weiter zu geben.

Metaphorisch kann ich es so beschreiben, dass „etwas“ in mir Wellen schlägt, sich in mir ausdehnt, ähnlich wie Wasserwellen, durch mich hindurch geht und so andere Menschen erreichen kann. Also, basierend auf meiner eigenen Erfahrung, komme ich zu der Erkenntnis, dass eine auf Liebe, Freude, Schönheit ausgerichtete, von Natur aus hochschwingende Information sich in uns, durch uns hinausdehnt, in dem wir das tiefe, starke Bedürfnis ins uns spüren, diese an unsere Mitmenschen weiterzutragen… so ganz im Sinne des Spruchs “Hundert Kerzen lassen sich an einer entzünden. Das Gute nimmt zu, wenn man es teilt.“. Daraus folgere ich für mich die Erkenntnis, dass Teilen Wachsen miteinander ist. Der, der das Gute teilt, trägt zum Wachstum anderer bei und wächst dabei selber!

Die ANGST blockiert das natürliche Bedürfnis des Teilens in uns!
Was ist aber mit Menschen, die das Gute nicht teilen (wollen) bzw. negative Informationen bewusst oder unbewusst verbreiten? Was für Störfaktoren muss es in solchen Menschen geben, die den natürlichen „Ausdehn-Prozess“ des Guten hindern? Nach einem langen Überlegen, komme ich zu der Ansicht, dass das Schöne, die Liebe, das Freudige in uns sich nicht ausbreiten kann, solange wir mit niederschwingenden Gefühlen wie Angst, Neid, Zweifel, Scham, Neid oder Gier behaftet sind. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich sehr lange meine Wahrheiten, mein Weltbild, die ich intuitiv eigentlich gerne mit meinen Mitmenschen teilen wollte, aus Angst vor Kritik oder Bloßstellung lieber für mich behalten hatte.


Ebenso die negativen Gefühle wie Neid oder Gier, in deren Tiefe auch wieder die Angst zu finden ist, engen den Raum für das Gute in uns ein, so dass sie die natürliche Ausbreitung der hochschwingenden Energien in uns hindern! Je mehr wir uns aber unseren Blockaden bewusst werden, uns unseren tief sitzenden Ängsten öffnen und uns mit ihnen bewusst auseinandersetzen, desto mehr Blockaden lösen sich auf und desto freier kann das hochschwingende Gute in uns fließen und Zugang zu unserem Umfeld finden!